Unterschiede von Autoreifen

Jeder kennt sie und viele nutzen sie täglich: die Autoreifen. Doch Vorsicht, Autoreifen ist nicht gleich Autoreifen. Die Frage ist, worin sich die Autoreifen unterscheiden und woran man das eventuell erkennt.

Die Reifenmischung macht es

Wer hin und wieder Formel 1 schaut, stellt fest, dass bei den Boxenstopps häufig darüber diskutiert wird, ob der Fahrer harte oder weiche Reifen bekommt. Die Reifenmischung, genauer gesagt die Gummimischung, hat einen großen Einfluss auf Haftung, Fahrverhalten und Sicherheit des Reifens. Die Sommerreifen haben eine harte Gummimischung. Dabei versucht der Hersteller einen guten Kompromiss aus geringem Rollwiderstand und möglichst guter Traktion bei Nässe zu erreichen. Diese Gummimischung ermöglicht auch ein Fahren bei hohen Geschwindigkeiten bei gleichzeitig geringem Abrieb.

Die Winterreifen haben eine weiche Gummimischung. Damit können sich die Reifen besser dem Untergrund anpassen und sich mit diesem „verzahnen“. Dadurch wird der Grip dieser Autoreifen erhöht. Winterreifen werden mit dem „M+S“-Symbol, heißt Mud and Snow oder Matsch und Schnee, gekennzeichnet und sind für Fahrten auf Schnee und Eis gedacht. Außerdem wird der Gummi, aufgrund der speziellen Mischung, auch bei niedrigen Temperaturen nicht hart und behält damit seine Griffigkeit.

Autoreifen haben ganz unterschiediche Eigenschaften

Autoreifen haben ganz unterschiediche Eigenschaften

Ganzjahresreifen werden meist nur von Fahrern, die das Auto selten nutzen und von Fahrern in Regionen, in denen der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter gering ist, genutzt. Außerdem eignen sich diese Autoreifen auch nicht für viel Schnee und Eis. Damit stellen diese Reifen sowohl aus technischer Sicht als auch aus Anwendersicht einen Kompromiss dar. Man spart sich das Reifenwechseln und den zweiten Satz Reifen, muss damit allerdings Abstriche bei der Sicherheit in speziellen Situationen, wie Glatteis usw., machen. Daher sollte man diese Art von Reifen nur in den dafür passenden Regionen nutzen.

Natürlich ist auch das Profil entscheidend. Sommerreifen haben eine geringere Profiltiefe, als Winterreifen. Ganzjahresreifen sind wieder ein Kompromiss. Geländereifen bieten ein spezielles Profil für die Offroad-Fahrt. Auch das Profildesign spielt dabei, z.B. durch die Verhinderung von Aquaplaning, eine wichtige Rolle .

Die passende Geschwindigkeit

Wie gerade schon bei den Sommerreifen angesprochen, hat die Reifenmischung einen Einfluss auf den Abrieb des Gummis bei höheren Geschwindigkeiten. Harte Autoreifen haben dabei tendenziell einen geringeren Abrieb als weiche Autoreifen.
Außerdem ist es möglich, dass bei dauerhaftem Überschreiten der vom Hersteller angegeben Geschwindigkeitsbegrenzung sich die Lauffläche von der Karkasse löst.
Die wichtigsten Kategorien sind

  • Q (bis 160Km/h)
  • R (bis 170Km/h)
  • S (bis 180 km/h)
  • T (bis 190 Km/h)
  • U (bis 200Km/h)
  • H (bis 210 Km/h)
  • V (bis 240 Km/h).
    Spezielle Kategorien für Hochgeschwindigkeitsreifen sind z.B. VR (über 210 Km/h) und ZR (über 240 Km/h).

Autoreifen unterscheiden sich auch in weiteren Merkmalen, wie im Aufbau (Diagonal oder Radialreifen) oder der Größe (z.B. 195/65 R15 – 195mm breit, prozentuales Verhältnis Flankenhöhe/Reifenbreite ist 65%, der Felgendurchmesser beträgt 15 Zoll).

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *